ich melde mich zurück mit einem Bericht aus dem Norden. In der letzten Woche ist in Göteborg der Frühling eingeschlagen. Alle Bäume tragen Farbe. Das schwedische Volk bevölkert die Straßen. Sie sind wie kaum jemand anderes sehr sonnenhungrig. Wer einen langen dunklen Winter hinte
r sich hat ist sehr bedürftig. Ich versuche so viel Zeit wie möglich draußen zu verbringen. In den letzten zwei Wochen war ich oft im Slottskogen. Ich muss nochmal betonen, dass ich hier echt fantastisch wohne. Precis, zwischen Haga und dem Slottskogen. Ein riesiger Park mit angeschlossenem Botanischen Garten. Das perfekte Naherholungsgebiet (-;. Im Slottskogen liegt auch der Tierpark von dem ihr schon Bilder sehen konntet. Wir waren am Sonntag zum Fußball spielen dort und eine Woche vorher haben wir den Geburtstag der supertollen Susi (-; mit einem Barbecue gefeiert. Am Freitag hat sich hier jedoch auch ein historisches Ereignis stattgefunden, was den deutschen Fußball wohl sehr erschüttert hat, ohne das er es gespürt hat. Ich und Dennis haben gegen die schwedische Auswahl 10:9 verloren. Ich erzähle nicht wie alt unsere Gegner waren, stattdessen gehe ich dazu über und erzähle wie der Schwede gerne Sport treibt. Schweden ein Land mit dem Image eines gesunden Volkes. Besondere Schuld trägt daran die sehr gesunde Ernährung mit viel Fisch und Gemüse (kein Wunder, Fleisch schmeckt hier nicht und ist quasi unerschwinglich). Obwohl hier zu jederzeit ständig Kaffee getrunken wird und an jeder Ecke ein Mc Donalds steht, sind die Schweden super schlanke Menschen. (Nirgendswo finde ich Hosen die mir passen besser als hier.) Jetzt wo es Sommer wird fällt es mir besonders auf, dass Schweden auch viel Sport treiben. Von meinen Kollegen weiß ich, dass im Winter die oft firmeneigenen und kostenlosen Fitnessstudios genutzt werden. Andererseits habe ich schon mit Brit
ta festgestellt, dass viele Leute in Trainingsanzügen nur spazieren gehen anstatt zu laufen. Wer erinnert sich da nicht an die Werbung von Aral, in der sich der Ehemann kurz bevor er nach Hause kommt noch eine Flasche Wasser über das Hemd schüttet, damit es den Anschein hat, er hätte geschwitzt. Außer vielen "Läufern" sehe ich im Park oft Leute die mit Bauklötzen werfen. Juliana hat mir erklärt das es dabei um ein altes Wikingerspiel handelt (wie cool ist das denn), das Coop heißt (leider kenne ich die richtige Schreibweise nicht). Oder man spielt Ultimate - Frisbee. Ein Mannschaftsspiel bei dem sich die Frisbee gegenseitig zuwirft um sie im gegnerischen "Tor" zu versenken. In der Schweiz findet gerade die Eishockey-WM statt. Ein Sport der in Schweden noch größer ist als Fußball. Weil Dennis Eishockey spielt habe ich mir auch mal Eishockey angeschaut und ich muss sagen, dass es wirklich ein spannender Sport ist. Gestern lief Schweden gegen Lettland. Schweden hat verloren. Ich habe bis zu dem Zeitpunkt geschaut als ein schwedischer Spieler gegen die Bande gedrückt wurde und nicht mehr aufstand. Er hat nur noch Blut gespuckt. Nachdem die Szene 5 Mal aus den verschiedensten Perspektiven gezeigt wurde, habe ich umgeschaltet.
Am letzten Wochenende wurde das "Gamla Ullevi" mit dem Spiel der Frauennationalmannschaften von Schweden und Brasilien eingeweiht. Schweden gewann 3:1 - Glückwunsch. Die brasilianische Mannschaft wohnte in dem Hotel in dem ich arbeite. Nach dem Spiel saßen die Spielerinnen niedergeschlagen im Flur auf dem Fußboden und der Philipp mitten unter ihnen. Das Bild das sich mir bot war auch zu komisch. Warum die alle dort saßen war mir schleierhaft. Also habe ich meine Hilfe angeboten. Weil ich kein Portugiesisch spreche und d
ie Spielerinnen kein Englisch verstanden hat das nicht so gut geklappt. Und meine Einladung zu einem Cocktail ist auch nicht angekommen!
Ich glaube die waren einfach nur müde und niedergeschlagen. Letztendlich habe ich Marta ihr Zimmer geöffnet. Dafür hat sie mir ein kleines aber sehr feines Lächeln geschenkt - Juchu!
In der letzten Woche hat endlich, endlich der Schwedischkurs angefangen. Ich bin super glücklich das ich nun auch etwas Grammatik mitkriege. In Vorbereitung auf den Kurs an der Folksuniversitet war ich sehr skeptisch, weil doch Sprachkurse in Deutschland an der Volkshochschule keine besonders guten Ruf haben. Meine Befürchtungen haben sich jedoch in das Gegenteil umgekehrt. Ich bin total begeistert. Das Niveau passt gut. Das Tempo ist gut und die anderen Schüler sind hochmotiviert (so wie ich). Zwei x zwei Stunden pro Woche und die Zeit vergeht jedesmal super schnell. Eine Fika zwischendurch gibt es auch. Mit den zwei deutschen Teilnehmerinnen habe ich auch noch kein Wort Deutsch gesprochen. An der Folksuniversitet war ich am letzten Wochenende auch um ein Englisch-Examen zu bestreiten. Am Freitag, der Sprachtest lief ganz okay, jedoch der schriftliche Teil am Samstag war super schwer. Ich bin gespannt was da raus kommt.
Am Wochenende vertreibe ich mir meine Zeit oft mit Leuten die auch ein Praktikum hier in Göteborg machen - ja es sind Deutsche. Aber mit Schweden in Kontakt zu kommen ist nicht so einfach und außerdem bin ich immer total müde im Kopf nachdem ich den ganzen Tag schwedisch gesprochen habe, sodass ich es als Entspannung empfinde. Mir ist es aufgefallen, dass man sich in seiner Muttersprache ohne Anstrengungen bewegen und entspannen kann. Hat man jedoch eine fremde Sprache um sich muss man sich die ganze Zeit konzentrieren. Da wird sogar Fernsehgucken zu einer Anstrengung. Ich brauche unbedingt mal Pause in meinem Kopf. Deshalb ist es so schön, dass ich am nächsten Wochenende in Berlin bin. Christian hat Konfirmation bzw. Taufe und dafür habe ich mir frei genommen. Darauf freue ich mich schon sehr.
Toppen - ein Wort das ihr euch merken müsst!!! Es bedeutet in etwa: gut, toll oder auch "topp"
Hier heißt sogar ein Geschäft so!
Hier Fand die Schmach vom Slottskogen. Dennis mit unserem tollen IFK-Ball.
Am letzten Wochenende wurde das "Gamla Ullevi" mit dem Spiel der Frauennationalmannschaften von Schweden und Brasilien eingeweiht. Schweden gewann 3:1 - Glückwunsch. Die brasilianische Mannschaft wohnte in dem Hotel in dem ich arbeite. Nach dem Spiel saßen die Spielerinnen niedergeschlagen im Flur auf dem Fußboden und der Philipp mitten unter ihnen. Das Bild das sich mir bot war auch zu komisch. Warum die alle dort saßen war mir schleierhaft. Also habe ich meine Hilfe angeboten. Weil ich kein Portugiesisch spreche und d
Ich glaube die waren einfach nur müde und niedergeschlagen. Letztendlich habe ich Marta ihr Zimmer geöffnet. Dafür hat sie mir ein kleines aber sehr feines Lächeln geschenkt - Juchu!
In der letzten Woche hat endlich, endlich der Schwedischkurs angefangen. Ich bin super glücklich das ich nun auch etwas Grammatik mitkriege. In Vorbereitung auf den Kurs an der Folksuniversitet war ich sehr skeptisch, weil doch Sprachkurse in Deutschland an der Volkshochschule keine besonders guten Ruf haben. Meine Befürchtungen haben sich jedoch in das Gegenteil umgekehrt. Ich bin total begeistert. Das Niveau passt gut. Das Tempo ist gut und die anderen Schüler sind hochmotiviert (so wie ich). Zwei x zwei Stunden pro Woche und die Zeit vergeht jedesmal super schnell. Eine Fika zwischendurch gibt es auch. Mit den zwei deutschen Teilnehmerinnen habe ich auch noch kein Wort Deutsch gesprochen. An der Folksuniversitet war ich am letzten Wochenende auch um ein Englisch-Examen zu bestreiten. Am Freitag, der Sprachtest lief ganz okay, jedoch der schriftliche Teil am Samstag war super schwer. Ich bin gespannt was da raus kommt.
Am Wochenende vertreibe ich mir meine Zeit oft mit Leuten die auch ein Praktikum hier in Göteborg machen - ja es sind Deutsche. Aber mit Schweden in Kontakt zu kommen ist nicht so einfach und außerdem bin ich immer total müde im Kopf nachdem ich den ganzen Tag schwedisch gesprochen habe, sodass ich es als Entspannung empfinde. Mir ist es aufgefallen, dass man sich in seiner Muttersprache ohne Anstrengungen bewegen und entspannen kann. Hat man jedoch eine fremde Sprache um sich muss man sich die ganze Zeit konzentrieren. Da wird sogar Fernsehgucken zu einer Anstrengung. Ich brauche unbedingt mal Pause in meinem Kopf. Deshalb ist es so schön, dass ich am nächsten Wochenende in Berlin bin. Christian hat Konfirmation bzw. Taufe und dafür habe ich mir frei genommen. Darauf freue ich mich schon sehr.
Hier heißt sogar ein Geschäft so!
Hier der Beweis - Männer können Kuchen backen!
Har det så bra
