Mittwoch, 26. August 2009

Von 60 Kanelbullar, Småland, Kulturkalas und Jönköping

Hej kära vänner,
wieder ist viel Zeit vergangen und ich habe lange nichts von mir hören lassen. Leider musste ich so viele Dinge in den letzten Tagen in Göteborg erledigen, dass ich nicht dazu gekommen bin euch auf dem laufenden zu halten. Alles hat gut geklappt, auch wenn es kleine Pannen gab. Darüber will ich später noch schreiben.
Anfang August bekam ich Besuch von Simon. Ohne Pause ging es für ihn weiter, mit Marie, Lisa und mir nach Småland. Nicht einmal gefragt wurde er und seinen Sonnenbrand konnte er auch nicht auskurieren. Sorry Simon, aber ich war ich war mir sicher, dass dieser Ausflug großen Spaß machen würde. Außerdem würde mich meine Laune, 2 Wochen ohne meine Judith, unerträglich machen. Judiths Familie hatte in der Nähe von Mariannelund ein Haus gemietet. Und wir haben sie dort besucht.
Am Mittwoch gleich nach der Arbeit habe ich unseren Flitzer abgeholt. An dieser Stelle muss ich für Budget am Södra Vägen Werbung machen, die mir schon zweimal einen super günstigen Diesel ausgeliehen haben - danke.
Danach habe ich Simon, Lisa und Marie abgeholt und ab auf die Straße nach Småland. In Schweden darf man höchstens 110 km/h fahren. Die Schweden sind sehr diszipliniert und halten sich dran, obwohl doch Straßenschilder im Vorraus vor Blitzern warnen.der Fahrer
die Rückbank
Ich fahre sehr gerne in Schweden Auto, weil ich die Landschaft mag und es im Gegensatz zu Deutschland speziell Berlib sehr entspannend ist.
Dank der guten Wegbeschreibung von Judith (nach 300m am roten Trecker rechts), haben wir das schöne rote Haus (Holmsjökull) sofort gefunden, in dem sich Familie Sans für 1 1/2 Wochen einquartiert hatten. das rote Haus
Wir haben ihnen etwas Gesellschaft geleistet. Nur damit ihnen mitten am Wald nicht langweilig wurde.
Zum Haus gehörte auch ein See, in dem man nicht baden kann, denn wir aber für eine romantische Bootsfahrt nutzten.
Und weil Petra, Judiths Mutter eine begeisterte und begnadete Lagerfeuer-Macherin ist, saßen wir jeden Abend zusammen am Lagerfeuer.
Småland ist in Deutschland dank der Bücher von Astrid Lindgren sehr bekannt. Und ich war erstaunt zu hören, dass es Katthult und Bullerbü wirklich gibt. Und wer mich kennt, der weiß dass in mir immer noch ein Kind steckt, dass sich für die Geschichten rund um Michel aus Lönneberga immer noch begeistert. die Denker
Nach einem kurzen Abstecher zu einer Karamellkocherei? haben wir uns nacheinander den Katthult-Hof und Bullerbü angeschaut. Und den Holzschuppen mit den geschnitzen Männchen gibt es wirklich!!!!Michels Holzschuppen
der Lokusmit oder ohne Brille - ich finde dich wunderschön
Bullerbü
Spaß im Heuschober
Den Nachmittag verbrachten wir bei herrlichem Wetter an einem See in der Nähe von Bullerbü. Wir haben gebadet, Blaubeeren gepflückt, Karten gespielen und relaxt. ein See in der Nähe von Bullerbü
Am Abend fuhren wir noch nach Vimmerby zu Astrid Lindgrens Geburtshaus und dem Limonadenbaum. der Baum diente Astrid Lindgren als Vorlage für ihren Limonadenbaum
Småland ist zu schön und wer Astird Lindgren mag wird sich hier wohlfühlen. Ich habe viele ihrer Bücher auf schwedisch nochmal gelesen, um zu üben.
Ich habe diese Tage sehr genossen und mich gefreut sie mit tollen Menschen verbringen zu dürfen. Schön, dass ihr mich begleitet habt ihr Halunken und danke an den Sans-Clan, ihr seid ein toller Haufen.alle Halunken auf einem Haufen - nur der Papa macht das Foto
Zurück in Göteborg angekommen, erwartete Kristin uns sehnsüchtig (-;. Sie ist nach einem Deutschland-Besuch und einer Rucksacktour durch Schweden wieder nach Göteborg zurückgekehrt. Sie arbeitet hier auch als Au-Pair. Sie wohnt sogar ganz in der Nähe von Judith, sodass wir immer viel machen. Kristin, schön, dass du hier bist. Und ich freue mich auf unsere zukünftige Kooperation als Geschäftspartner.
Badespaß am Delsjön
und das Ausruhen danach
Über eine Woche verteilt, fand in Göteborg ein Kulturfestival statt, das "Kulturkalas". Jeden Abend gab es Gratiskonzerte auf Bühnen und auf der Straße überall in Göteborg. Neben großen Musikern, wie Laleh, Dedektivbyrån, Apocalyptica und Europe spielten auch viele Straßenmusiker, an denen wir besonders viel Spaß hatten.Straßenkämpfehihi, das sind wir!
wir Hardrockerauf dem Apocalyptica Konzert

oder bei Europedas muss Liebe seinund das auch
Außerdem spielten in Göteborg auch Madonna und U2. Leider nicht auf Gratiskonzerten, jedoch haben wir uns auf einen Berg gesetzt und den Klängen gelauscht. Der Berg auf dem wir saßen wird in Göteborg "Schnorrerberg" genannt, weil man sogar die Bühnenshow sehen kann.Madonna in da Citydie Schnorrer
wir foltern für unser Leben gernAlex, Lisa und Kristin

Annegretund essen gerne leckeren Kuchen
Damit wir nicht verhungern, backten Simon und ich einen Vormittag lang 60 Kanelbullar. Das war lustig und hat auch super geschmeckt. Und ich war erstaunt, wie schnell die weg waren. hmmm, Kanelbullar
Leider musste sonst viel arbeiten. So war ich froh, dass Simon mit den anderen z.B. auf die Schären gefahren ist. Außerdem hat er die Zeit genutzt sich Göteborg anzuschauen, schwimmen zu gehen und sich auszuruhen. Ich hoffe du hattest viel Spaß hier und hast dich ebenso gefreut hier zu sein wie ich mich über deinen Besuch gefreut hast.
Auch für Lisa war die Zeit in Göteobrg irgendwann vorbei. Sie darf, im Gegensatz zu allen anderen noch in Schweden bleiben und das macht mich sehr neidisch. Jedoch zweifele ich, ob Jönköping mit Göteborg mithalten kann. Nein, Mir hat Jönköping gefallen, besonders weil Lisa an einem großen See wohnt (-; . Ich hoffe du fühlst dich wohl und du weißt, dass wir alle dich vermissen.
An einem Sontag ging es für sie los. Und weil sie sich ein großes Bett kaufen wollte, haben wir sie begleitet. Das Bett passte nicht ins Auto, sodass Lisa sich das Bett liefern lassen musste. das Bett wollte nicht passen - auch nicht mit geschlossenen Augen
So haben wir schließlich nur ein Regal zusammengesetzt. In Jököping trafen wir auch Cordi, der vier Monate in Jönköping als Erasmusstudent verbringen wird. Auch ihm gefällt es gut, besonders wegen der vielen Partys am Anfang.Lisa in JönköpingCordi in Jönköping
ich liebe dieses Foto - danke an den Fotografen!!!
Die einen gehen, die anderen kommen. Als Judith zurückkam habe ich mich wahnsinnig gefreut. Sie war nur mit ihrer Familie im Urlaub, aber nun standen uns zwei schöne Wochen zusammen in Göteborg bevor.
Dazu später mehr - Fortsetzung folgt.

Montag, 3. August 2009

was so alles passiert ist ...

Kära vänner, liebe Leser,
es hat sich etwas ereignet, dass ich nicht gewollt habe. Mein Blog hat in einem Zeitungsartikel erwähnung gefunden - ohne mein Einverständnis. Das macht mich traurig.
Gerne dürft ihr meinen Blog lesen und ich freue mich sogar, wenn das viele, viele Leute tun. Ich schreibe in meinem Blog viel über die Arbeit im Hotel und wie es ist in Schweden zu leben. Ich schreibe auch viele persönliche Sachen, die keine Geheimnisse sind, aber die viele nicht begreifen, weil sie mich nicht kennen. Damit will ich nicht aufhören. Klar bin ich stolz darauf, viele Leser zu haben, allerdings ist dies kein Blog der mehr will. Der ist für euch und für mich. Für euch, damit ihr wisst wie es mir geht und für mich, damit ich mich erinnere. Deshalb wünsche ich euch weiterhin viel Freude an meinem Blog. Ihr seid herzlich eingeladen weiterzulesen.
Nun ist noch ein Monat in Schweden übrig und meine Gedanken kreisen schon viel um "Danach". Fragen wie meine Zukunftsplanung aussieht kann ich immer noch schwerlich beantworten. Alles hängt von den Antworten der Universitäten ab. Die erste Einladung ist bereits ins Haus geflattert, so könnte ich ruhig nach vorne schauen. Dem ist nicht so. Zu viele Gedanken kreisen in meinem Kopf. Zu kurz kommt mir die Zeit vor, die verbleibt um mich zu entscheiden. Manchmal fasse ich einen Entschluss, dann tun sich wieder neue Möglichkeiten auf, die mir die Entscheidung wieder schwer machen. Wird es wieder Berlin sein, dass mir gerade so groß erscheint und mich nicht sonderlich willkommen heißt. Vielleicht auch irgendwo anders in Deutschland oder sogar in Schweden. So schwer mir die Entscheidung fällt, so froh bin ich, dass es jemanden gibt, der mich immer unterstützt.
Ein Monat kann so lange sein, aber ich weiß, dass es der August für mich nicht wird. Nur nicht die Stunden, die ich im Hotel arbeitend verbringen werde. Der Sommer bringt jede Menge Touristen nach Göteborg. Dänen, Norweger und Deutsche. Sie kommen um den Liseberg zu besuchen, einen Freizeitpark in der Stadt, den ich bis heute nicht von innen gesehen habe. Sie kommen um U2 oder Madonna zu sehen, oder einfach nur um die Stadt anzuschauen. Das Hotel ist voll, die Kassen klingeln und der Chef freut sich. Wir an der Rezeption sind gestresst. Es ist anstrengend pausenlos Gäste zu bedienen und gleichzeitig das Telefon zu beantworten, Extrabetten aufzustellen und nett zu lächeln. Aber die Gäste sind aber super nett und meine Kolleginnen echt spitze so das bei mir nie Frustration aufkommt. Seitdem ich das Telefon beantworte bin ich 100% im Geschehen drin. Das bedeutet mehr Stress und mehr Arbeit. Insgesamt bin ich super zufrieden. Allerdings merke ich, dass sich meine Lust im Hotel zu arbeiten, dem Ende zuneigt und ich endlich weiter will. Das spürte ich bereits zum Ende meiner Ausbildung im Albrechtshof, allerdings hat mir die Arbeit in Schweden und ganz besonders im Scandic Rubinen, noch einmal einen Motivationsschub gegeben. Hier zu arbeiten ist etwas Besonderes für mich und ich will diese Erfahrung nicht missen.
Außerhalb der Arbeit, hat sich auch sonst vieles in meinem aufregendem Leben, in einem unaufgeregten Schweden, ereignet. Zuallererst erzähle ich euch von Judith, die ich hier in Göteborg getroffen habe und die schon Erwähnung in meinem vorherigen Blog findet. Judith ist erst seit 1 1/2 Monaten hier und sie bedeutet mir alles. Sie arbeitet als Au-Pair und wird noch bis März hier bleiben, während ich ja im September vorraussichtlich Schweden verlassen werde. Auch wenn das keine rosigen Aussichten sind, schaue ich mit Zuversicht nach vorne, weil ich glücklich bin. Gibt es denn einen schöneren Grund, als immer wieder nach Schweden bzw. Göteborg zurückzukehren, um seine Freundin zu besuchen.
Als ich Anfang des Jahres feststand, dass ich nach Schweden gehen würde, sagten mir viele Freunde ihren Besuch zu. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass wirklich so viele kommen würden. Inzwischen hatte ich so viel Besuch, dass ich aufpassen muss, niemand zu vergessen. Gleich zu Anfang meine liebe Schwester, Britta. Darauf folgte, Matze, der ganz aufgeregt war, weil er das erste Mal fliegen sollte. Und dann kamen sie Alle auf Einmal. Suse und Dennis kamen am gleichen Tag. Suse war nicht so lange wie Dennis. Dafür war unsere Zeit umso intensiver.... schaukeln im Slottskogen ... und hoppen am Valand.
Suse habe ich überall hingeschleppt. Auf eine schwedische Party, aufs Dach, zu den Elchen und auf die nassen Schären. Außerdem musste sie meine strangen Freunde treffen. Verzeihst du mir?Herkules oder Tarzan am Delsjön
Dennis blieb für zwei Wochen und unternahm super viele Ausflüge durch ganz Schweden. An dieser Stelle sei der Gabi nochmal gedankt, die sich Dennis annahm und ihn nach Stockholm führte. Dennis - was war hier los? Wo ist die Zeit geblieben? Hoffe du hast es genossen und du hast dich etwas ausgeruht. Du bist ein guter Typ! Wir sehen uns irgendwann in Köln. In den letzen Tagen von Dennis kam mein Bruder Stephan, der in einer total hektischen Zeit eintraf. Trotzdem ich nicht immer Zeit für dich hatte, haben wir viel in diesen Tagen erlebt. Stephan - über den Dächern von Göteborg
Ich erinnere mich heute noch gerne an das Naturhistorische Museum, die Fahrt im Paddan, die Nacht in der Ritze oder die Wasserspiele. Außerdem werde ich dir nie verzeihen, dass du mit meiner Freundin ausgegangen bist. (-; Schön, dass du hier warst. Ich bin so froh, dass sich alle miteinander verstanden haben und auch ohne mich miteinander losgezogen sind, weil ich oft arbeiten musste. Weil ich aber so oft in den letzten Wochen meinen Dienst getauscht habe will ich auch meinen Kolleginnen danken, die es mir IMMER ermöglicht haben. Last but not least bekam ich Besuch von Papa und Mama. Vielleicht greift sich einer von euch an den Kopf bei dem Gedanken an den letzen Besuch seiner Eltern. Danke für die Anteilnahme, aber in diesem Fall völlig unnötig. Mama, Papa, euer Besuch hat mir unglaublich viel bedeutet und es hat mir so viel Freude bereitet, dass ihr an Göteborg und den Menschen hier Gefallen gefunden habt, die mir viel bedeuten. Wir hatten das perfekte Wochenende mit dem besten Frühstück, dass ich in meinem Leben gegessen habe. Aber die anschließende Fahrt auf die Schären zusammen mit Judith war noch besser. Ein fantastischer Tag voller Frieden und Gelassenheit.Ausflug auf die Schären... mit Mama und Papa
... Judith und mirund ganz viel Entspannung.
Es gibt auch tragische Momente die erst dann tragisch werden, wenn sie da sind. Gabi, du hast Göteborg verlassen. Obwohl wir nur unregelmäßig zusammen losgezogen sind, so bin ich traurig, dass du nicht mehr hier bist. Wir hatten viel Spaß. Ich hoffe ich treffe dich im Schwabenländle einmal wieder. Die Chancen, dass ich nun doch mal dorthin komme stehen nicht schlecht.
Andere kommen wieder. Lisa ist wieder da. Schön dich wieder hier zu haben und außerdem zu wissen dass du noch etwas länger in Schweden bleibst. Wenigstens eine die Schweden treu bleibt. (Wir kommen dich immer besuchen.)Ich würde auch gerne bleiben, deshalb beneide ich dich sehr darum. Ich freue mich auf die Tage, die wir in Göteborg noch genießen werden! Morgen fahren wir zusammen mit Simon, der mich ab morgen hier besucht, nach Småland dort wo Katthult und Bullerbü sind. Judith weilt dort derzeit mit ihrer Familie. Damit meine Sehnsucht nicht zu groß wird, besuchen wir sie dort. Judiths Eltern, ihr Bruder und sein Kumpel, sind bereits seit Donnerstag letzter Woche in Schweden. Gewartet haben wir auf sie schon am Mittwoch auf dem Flughafen.. Sie kamem aber nicht. Judith hatte etwas durcheinander gebracht, also standen wir dort umsonst. Weil wir Lisa und ihre Familie zufällig am Flughafen trafen, konnten wir uns die Odyssee durch Göteborg auf dem Rückweg ersparen. Die Familie kam am nächsten Tag. So habe ich sie und sie mich trotzdem kennenlernen. (-; Das war wirklich nicht schlimm, weil sie sehr nett sind. (Die sprechen nur so komisch - schwäbisch halt).
Was sonst noch passiert ist, kann ich nicht erzählen. Ich stelle aber Bilder rein, so könnt ihr sehen was ich erlebt habe in den letzten Wochen.
14. Stock, Dachterasse auf dem Haus in dem ich wohne, morgens um halb 4 - hier wollen wir irgendwann nocheinmal einschlafen
Ostsee- oder Nordseestrand? - hier scheiden sich die Geister. Auf jeden Fall Zwillinge in sexy Shorts.

Ausflug auf die Schären
Rascheln im Buschgestrandet nur Nacken baden!
Suppenkasper
(-:
Gunnebo Slott - wirklich keinen Ausflug wert. Ich habe ihn gemacht!
... aber der See in der Nähe ist toll
Picknick am Delsjön, einem anderen See
Jenga - wer kennt es nicht
Wochenendausflug in die Nähe von Halmstadt mit Judith und Dennis undt unserem schicken schwarzen Flitzer
Liebeserklärung auf dem Kopf
Halmstadt mit dem besten Reiseleiter der Welt
weiße Nächte am Golfplatz
unser geiles rotes Hausim Kirschbaum klettern - das habe ich all die Jahre vermisst
auf dem Nachhauseweg, dort wo sich Sand und Steine treffenKnackarsch-Stille-
Wasserspiele von Göteborg
eine nasse Fahrt im Paddan
hier lauschen wir U2 auf einem Berg sitzend