Donnerstag, 24. September 2009

sista vecka och sista gång men semester!!!

Hej kära vänner,
Nun ist mein Aufenthalt in Göteborg beendet. Schön wars gewesen. Jetzt geht es für mich hier in Berlin weiter. Inwiefern das für mich ein Neustart wird, wird sich zeigen. In jedem Fall fällt es mir im Augenblick schwer das zu begreifen.
Aber das soll hier nicht Thema sein, denn ab sofort könnt ihr mich wieder von Auge zu Auge fragen, wie es mir geht. Um meinen Blog über mich in Göteborg zu vervollständigen möchte ich euch von meiner letzten Woche eben dort erzählen. Dies ist ein ungewöhnlicher Post weil ich euch über einen etwas anderen Job berichten möchte.
Nach einer kurzen Woche in Berlin, in der so allerlei erledigt werde wollte, bin ich wieder nach Göteborg zurückgekehrt. 10 Tage habe ich dort Urlaub gemacht und Judith bei ihrer Arbeit unterstützt. Judith arbeitet als au-pair in Göteborg bei einer Familie mit drei Jungs. Für eine Woche war sie allein verantwortlich für die kleinen Racker, da die Gasteltern zu einer Hochzeit in die USA gefahren waren. Unterstützung bekam sie von den Großeltern und Lisa. Mich fragten sie, bzw. mir boten sie an, für diese Zeit auch bei Ihnen zu wohnen und Judith zu helfen. Wer mich gut genug kennt, der weiß, dass Kinder mir große Freude bereiten. Deshalb habe ich nicht gezögert und angenommen. Tack så mycket Judith och familj Ohlsson, det var jätte roligt.
Und es war wirklich nicht nur doof jeden Morgen um kurz vor 7 aufzustehen, die Kinder zu wecken, anzuziehen und das Frühstück vorzubereiten. Mir hat es viel Spaß gemacht und hat mich meine schweren Gedanken vergessen lassen. Nach einem ruhigen Vormittag wollten die Jungs nachmittags von der Schule oder dem Kindergarten abgeholt werden. Abends haben wir oft gekocht, damit es nicht nur Blutpudding und Würstchen gab. Danach haben, bis auf wenige Ausnahmen, die Großeltern übernommen.
Anton hat das Down-Syndrom und ist mit 9 der älteste. Danach folgen Jacob mit 7und Simon ist 4 Jahre alt.
Alle drei sind kleine Rabauken, die man nicht lange aus den Augen lassen sollte, weil sie den nächsten Schabernack schon aushecken. Energie haben sie ohne Ende. Und wenn wir schon tot auf dem Boden lagen sind sie immer noch auf unseren Bäuchen herumgesprungen. Neben Durchhaltevermögen ist auch jede Menge Geduld notwendig. Eine Strecke von 100m kann 5 min dauern. Auf Diskussionen sollte man besonders mit Jacob gefasst sein. Aber weil ich nur eine Woche Urlaub dort gemacht habe, hat es mir doch meistens großen Spaß gemacht. Judith, ich muss den Hut vor dir ziehen. Deine Geduld und deine Ausdauer möchte ich auch gerne haben.
Judith studiert nebenbei noch an der Universität in Göteborg Psychologie. Wenn sie mal nicht konnte, habe ich die Kinder genommen und ich habe mich gefreut, sie etwas zu entlasten. Am Dienstag bin ich allein mit Anton und Jacob zum Schwimmen gefahren. Das gemeistert zu haben, darauf bin ich wirklich stolz. Jacob hat Schwimmkurs und Anton sollte mit mir schwimmen. Beide sind Wasserratten und ihre Energie scheint sich im Wasser nur noch zu vervielfachen. Ich konnte schon lange nicht mehr und habe gefroren. Anton und Jacob sind weiterhin wie wild vom Beckenrand gehüpft. Als ich dann zum Aufbruch mahnte war es fast unmöglich, die Beiden aus dem Wasser zu bekommen. Am liebsten wäre sie noch stundenlang geblieben.
Am ersten Wochenende waren wir alle gemeinsam im Slottskogen zum Drachensteigen, Eis essen und rutschen.
Und am zweiten WochenendeFußball spielen, Äpfel pflücken und am Delsjön grillen. Manchmal hat es sich für mich wie eine Familie angefühlt. Familie auf Probe.
Aber umso schöner war es, Abends die Jungs an die Großeltern übergeben zu können. So blieb mir Zeit mich von meinen Freunden und Arbeitskollegen zu verabschieden und sonst einfach die Zeit mit Judith in Göteborg zu genießen und Spaß zu haben. Außerdem habe ich Sachen gemacht, die ich in Göteborg schon immer machen wollte, aber nie die Zeit für hatte.
Hej, ihr Göteborger, Ich hatte eine tolle Zeit mit euch. Ihr fehlt mir jetzt schon und ich freue mich euch wiederzusehen - irgendwann, irgendwo! Göttingen ist fest eingeplant und nach Süddeutschland verschlägt es mich sicherlich auch. Ansonsten bis bald in Göteborg (oder in Berlin).
Göteborg rulez
Hejdå

Sonntag, 13. September 2009

näst sista gången

Hej kära vänner,
Meine Zeit in Göteborg ist schon vorbei und ich blicke auf ein halbes Jahr voller schöner Momente zurück. Schweden hat es mir nicht schwer gemacht und ich kann mich nur an wenige Augenblicke erinnern, in denen ich mich nicht wohl gefühlt habe. Manchmal im Hotel, als ich nichts verstand oder zu Beginn, als ich noch wenige Leute kannte. Das hat sich schnell geändert und die Zeit verging letztendlich zu schnell. Wo ist sie hin? Andererseits habe ich viel gesehen und erlebt! Und wen habe ich getroffen!!! An Langeweile kann ich mich nicht erinnern. Nur daran, dass wir bei schlechtem Wetter nichts mit uns anzufangen wussten. Das Wetter hat mich aber sehr verwöhnt. Göteborg ist toll im Sommer. Wie es hier im Winter ist, habe ich nur erahnen dürfen, als ich im Januar zum ersten Mal in Göteborg war. Es war kalt, nass und Göteborg hat mir nicht gefallen. Im Winter, so sagt man, sei es trist. Vielleicht ist es gut, dass ich es nicht erlebe und ich Göteborg in besserer Erinnerung haben werde. So wie jetzt, da die Sonne durch die hohen Fenster ("Solen skiner genom fönstret" - Mein erster schwedischer Satz!) im Wintergarten der Familie Ohlsson scheint, in dem ich sitze. Trotzdem war es heute morgen kalt und die drei Racker haben heute, als Judith und ich sie zur Schule fuhren, das erste Mal ihre Handschuhe rausgesucht und stolz der Kindergärtnerin präsentiert. Ja, ich habe umgeschult und bin Papa von drei Schlingeln (für eine Woche).
Dem Vorausgegangen, ist ein halbes Jahr Arbeit im Hotel. Für mich ist der Hoteljob bis auf Weiteres Geschichte. Mir langt es. Es waren wirklich drei interessante, aufregende und wirklich lehrreiche (Lehr-)Jahre, die ich in der Hotellerie verbracht habe. Aber für mich selber möchte ich einen anderen Weg einschlagen.
In Deutschland hätte ich keine Lust gehabt weiterhin an der Rezeption zu stehen. In Schweden konnte ich noch ein halbes Jahr genießen. Es war große Freude Schweden die Mentalität der Schweden zu erleben und ein Stück weit in sich aufzusaugen. Speziell die Gelassenheit, sowie der freundliche und persönliche Umgang miteinander, imponieren mir. Scheiße, wie werde ich das besonders in Berlin vermissen. Ich hoffe, dass ich, dass was ich von Schweden gelernt und in mich aufgenommen habe, erhalten bleibt.
Gelernt habe ich durch Schweden und die Schweden auf jeden Fall dazu. Auslandserfahrungen sind viel wert, nicht nur auf dem Lebenslauf. Aber warum, dass kann ich nur schwer beschreiben. Ich hätte auch nach Süddeutschland gehen können. Hier trifft man ebenso auf eine andere Mentalität und selbst die Sprache unterscheidet sich (-;. Also, warum Ausland bzw. Schweden. Obwohl doch so nah sind die Unterschiede augenfällig. Je länger ich hier bin, desto deutlicher wird für mich. Und kehrt man zurück, wird es noch deutlicher. Der Spruch: "Mal über den eigenen Tellerrand schauen" trifft es. Wer die Unterschiede erlebt und Vergleiche zieht, sieht überhaupt erst die notwendigen Veränderungen. Dies ist der größte Erfahrungsschatz. Deswegen lohnt sich ein Auslandsaufenthalt so sehr. Ich will diese Erfahrung nicht missen, weil sie so wichtig für die Entwicklung meiner eigenen Persönlichkeit ist.
Jetzt geht es wieder nach Berlin. Die Stadt der langen Wege und der gestressten Taxifahrer. Ich weiß, dass ich mich schnell an den Rhythmus der Hauptstadt gewöhnen werde, hoffe aber, dass mir die gelebte Gelassenheit in Schweden selbst in Berlin erhalten bleibt.
Manchmal ist sein Weg unergründlich, aber ich glaube fest, dass man sich auf ihn verlassen kann. Weil mich meine Zukunft zuletzt sehr beschäftigte, waren die letzten Tage in Göteborg sehr turbulent. Ich hatte keine Zeit sie zu genießen. Jetzt freue ich mich, dass Ruhe eingekehrt ist und ich noch einmal zurückgekommen bin, um zu genießen und hejdå zu sagen.
Trotz dem Stress mit dem Umzug, Wohnung sauber machen, letztem Arbeitstag usw. habe ich noch viele schöne Sachen gemacht. Und die Fotos dazu will ich euch nicht vorenthalten. Zurücklehnen und genießen!
Hej så länge
TRAMPOLINSPRINGEN IN KRISTIN'S GARTEN (-;
Spiderschwein ...
und Spidergrazie

FAHRRADTOUR UND BADEN AM DELSJÖN
die Ausreißergruppemeine Last Delsjön die blonden Engel

CRÊPES-BACKEN BEI MIR
Crêpe-Gesicht

GODIS AM KUNGSPORTSPLATSEN
von Geschäftsideen und Pfirsichärschen

FÖRFEST IN BARBARA'S SCHLOSS UND CAFE OLOFS
Speisesaal
TanzflächeReithalleEishockeybahn
hauseigenes Gefängnis

BOOTSTOUR MIT DER BESTEN SKIPPERIN DER WELT

unser Gefährt
das auch sehr schnell werden konnte unser Zieleine Bucht im südlichen Schärengarten
Spiderschwein und SpidergrazieFikaAnnegret
die schönste Frau unter der Sonneund hier in meinem Arm (-: