Heute habe ich erfahren, dass ich mit dem besten Team von ganz Schweden zusammenarbeite. Scandic hat eine Umfrage unter Gästen durchgeführt, die in den letzten Monaten in Scandic-Hotels übernachtet haben. Das Rezeptionsteam vom Scandic Rubinen wurde mit großem Abstand am Besten von allen Hotels in Schweden bewertet. Ich bin so stolz auf mein Team. Von mir wollten sie heute wissen, ob ich das auch so empfinde. Ich kann das nur bestätigen und ihnen einen sehr herzlichen und freundschaftlichen Umgang mit den Gästen attestieren. Weiter so!Wenn mir hier jemand etwas über schlechtes Wetter erzählt, zeige ich ihm einen Vogel. Bislang war es nämlich wirklich schön. Immer etwas frisch, aber meistens sonnig. Und die ersten Sonnenstrahlen im Jahr sind immer am schönsten. Ich hoffe, dass ich nicht allzu enttäuscht bin wenn es dann doch mal schlechtes Wetter geben sollte. Das gute Wetter wirkt sich hier direkt auf meinen Kaffeekonsum aus. Je nachdem in welcher Schicht ich arbeite sitze ich vormittags oder nachmittags gerne in einem der zahlreichen Cafés auf einem Platz in der Sonne. Oberkörper frei ist noch nicht drin, aber immerhin habe schon im T-Shirt. Hier kann man überall wie in Deutschland einen Kaffee Latte oder einen Cappuccino trinken. Bestellt man jedoch einen Kaffee, so bedient man sich selber und schenkt sich
so viel nach wie man möchte. "Påtår" nennt sich das. Manchmal ist das aber nicht zu empfehlen weil der Kaffee oftmals schon lange steht und von minderer Qualität ist. Aber sonst gibt es hier auch wirklich guten Kaffee. Außer Kaffee habe ich letzte Woche Unmengen an Krabben zu mir genommen. Ein Salat mit frischen Krabben ist etwas so Leckeres. Ich weiß noch das wir auf Langeoog wie die Weltmeister Krabben gepult haben und Britta hat die Krabben nicht vertragen und musste zum Arzt. Britta hat die Gabe immer zu den
unmöglichsten Zeitpunkten und an den unmöglichsten Orten krank zu werden, bzw. sich zu verletzen. Legendär ist ihre Gehirnerschütterung zu Silvester. Aber das hat nichts hiermit zu tun. Ich habe die Krabben und den Kaffee bestens vertragen. Und die Sonne noch besser.
Am Wochenende war Ostern. In Schweden hat das Osterfest, meinem Eindruck nach auch nicht viel mit der eigentlichen Bedeutung zu tun. Die Feiertage existieren so wie in Deutschland (natürlich nicht in der Dienstleistungsbranche). Am Donnerstag verkleiden sich die Kinder als Hexen und ziehen um die Häuser. Ansonsten wird das Osterfest zum Anlass genommen gut und viel zu essen. Es gibt viel Fisch, Eier, Köttbullar und Janssons Frestelse (Janssons Versuchung). Ein Auflauf aus Kartoffeln, Zwiebeln und Anchovisfiléts. Ostereier verstecken und suchen ist hier unüblich, obwohl es sie hier auch in großen Mengen zu kaufen gibt.
Ich habe das Oster-wochenende fast nur unter freiem Himmel verbracht. Am Samstag war ich den ganzen Vormittag in Haga. Anschließend habe ich mich mit Juliane und ihren Freunden aus Deutschland an der Feskekôrka getroffen. Eine Markthalle in der ausschließlich frischer Fisch verkauft wird. Weil das Gebäude wie eine Kirche aussieht, heißt es "Fischkirche".
Anschließend wieder in Haga und nachmittags im Botanischen Garten. Der liegt auf einem Berg südlich von Göteborg und bietet die schönste Aussicht überhaupt. Überall blühen Frühlingsblumen. Es ist nur fantastisch.
Am Sonntag war ich erst im Ostergottesdienst und nachmittags auf einem Ausflug wieder mit Juliane und ihren Freunden, die sich ein Auto gemietet hatten. So sind wir die
Westküste hoch nach Marstrand gefahren. Nicht weit weg von Göteborg und deshalb ein sehr beliebtes Ausflugsziel. Im Sommer sind hier sicherlich nur Touristen, im Frühjahr befindet sich Marstrand aber noch in schwedischer Hand. Marstrand ist eine Insel, auf der sich ein beschauliches Städtchen und eine alte Festung befindet. Die Insel ist Autofrei und nur mit einer Fähre zu erreichen. Wir sind einmal kreuz und quer über die Insel gewandert und haben bei blauen Himmel und leichter Brise alles erkundet.
Am Wochenende war Ostern. In Schweden hat das Osterfest, meinem Eindruck nach auch nicht viel mit der eigentlichen Bedeutung zu tun. Die Feiertage existieren so wie in Deutschland (natürlich nicht in der Dienstleistungsbranche). Am Donnerstag verkleiden sich die Kinder als Hexen und ziehen um die Häuser. Ansonsten wird das Osterfest zum Anlass genommen gut und viel zu essen. Es gibt viel Fisch, Eier, Köttbullar und Janssons Frestelse (Janssons Versuchung). Ein Auflauf aus Kartoffeln, Zwiebeln und Anchovisfiléts. Ostereier verstecken und suchen ist hier unüblich, obwohl es sie hier auch in großen Mengen zu kaufen gibt.
Ich habe das Oster-wochenende fast nur unter freiem Himmel verbracht. Am Samstag war ich den ganzen Vormittag in Haga. Anschließend habe ich mich mit Juliane und ihren Freunden aus Deutschland an der Feskekôrka getroffen. Eine Markthalle in der ausschließlich frischer Fisch verkauft wird. Weil das Gebäude wie eine Kirche aussieht, heißt es "Fischkirche".
Anschließend wieder in Haga und nachmittags im Botanischen Garten. Der liegt auf einem Berg südlich von Göteborg und bietet die schönste Aussicht überhaupt. Überall blühen Frühlingsblumen. Es ist nur fantastisch.
Am Sonntag war ich erst im Ostergottesdienst und nachmittags auf einem Ausflug wieder mit Juliane und ihren Freunden, die sich ein Auto gemietet hatten. So sind wir die
Mein Leben hier in Schweden unterscheidet sich sehr von meinem Leben noch vor 2 Monaten. In Berlin gab es pausenlos etwas zu tun und am Wochenende war ich meistens aus. Das kommt hier auch mal vor, aber insgesamt ist es für mich hier ruhiger. Ich mache hier auch andere Sachen. Abr auch weil das schwedische Leben an sich gemütlicher ist. Manchmal muss ich mich noch ermahnen es ruhig anzugehen, aber inzwischen merke ich ganz deutlich das sich die Gemütlichkeit und "Unhektik" auch auf mich überträgt. Während ich in Berlin an der Kasse nicht schnell genug sein
kann, warten hier alle mit einer Engelsgeduld bis ich alles eingepackt habe. Manchmal ist diese Gelassenheit aber auch anstrengend.
Heute habe ich mir einen Termin beim Frisör gemacht - auf schwedisch. Donnerstag um 11:00. Ich habe mich schon darauf eingestellt, dass ich hier das doppelte von dem bezahlen werde wie ich in Deutschland bezahle. Dafür erwarte ich aber etwas Besonderes. Vielleicht eine Kopfmassage oder so.
Zum Schluss mal etwas über die schwedische Esskultur, so wie ich sie erfahren habe. Das sind meine Erfahrungen, die so nicht allgemeingültig sein müssen.
In Schweden isst man gerne von Buffets. Paradebeispiel ist das After Work. Nach getaner Arbeit am Freitag geht man gemeinsam in eine Bar oder ein Restaurant. Überall wird ein Buffet angeboten. Man bezahlt nur für die Getränke, für die Speisen auf dem Buffet bezahlt man nicht. Ich nehme an das diese "Buffetkulutr" auch an folgendem Verhalten Schuld trägt: Wer sein Essen hat fängt an zu essen und wartet nicht auf die anderen. Man wünscht sich keinen "Guten Appetit", weil es dergleichen in der Sprache nicht gibt. Wenn es einem Schweden schmeckt, dann kann man das durchaus hören und sehen (in Zukunft werde ich nicht mehr sagen: "Du isst ja wie ein Schwein").
Wer seine Portion aufisst ist uncool. Jedenfalls scheint es mir, als wäre ich der einzige dessen Augen nicht größer sind als der Mund. Wirklich nett ist, dass es immer viele Salate gibt und frisch gebackenes Brot. Das isst man zum Essen, mit der salzigen Butter und Käse. Inzwischen habe ich mir das auch angewöhnt. Als Getränk, ist entweder Milch (Stephan!) oder Wasser in dem frisches Obst schwimmt, üblich. Abends trinkt man hier gerne Cidre, dass aber für mich wie Gummibärchen schmeckt und viel zu süß ist. Schwedisches Bier ist im Übrigen auch nicht zu empfehlen. Ich trinke hier gerne mal ein Carlsberg - aus Dänemark.
Hej så länge
P.S. für noch mehr Fotos: http://www.flickr.com/photos/rentier1st/
Heute habe ich mir einen Termin beim Frisör gemacht - auf schwedisch. Donnerstag um 11:00. Ich habe mich schon darauf eingestellt, dass ich hier das doppelte von dem bezahlen werde wie ich in Deutschland bezahle. Dafür erwarte ich aber etwas Besonderes. Vielleicht eine Kopfmassage oder so.
Zum Schluss mal etwas über die schwedische Esskultur, so wie ich sie erfahren habe. Das sind meine Erfahrungen, die so nicht allgemeingültig sein müssen.
In Schweden isst man gerne von Buffets. Paradebeispiel ist das After Work. Nach getaner Arbeit am Freitag geht man gemeinsam in eine Bar oder ein Restaurant. Überall wird ein Buffet angeboten. Man bezahlt nur für die Getränke, für die Speisen auf dem Buffet bezahlt man nicht. Ich nehme an das diese "Buffetkulutr" auch an folgendem Verhalten Schuld trägt: Wer sein Essen hat fängt an zu essen und wartet nicht auf die anderen. Man wünscht sich keinen "Guten Appetit", weil es dergleichen in der Sprache nicht gibt. Wenn es einem Schweden schmeckt, dann kann man das durchaus hören und sehen (in Zukunft werde ich nicht mehr sagen: "Du isst ja wie ein Schwein").
Hej så länge
P.S. für noch mehr Fotos: http://www.flickr.com/photos/rentier1st/