Hej kära vänner,
diesmal hat es etwas länger gedauert. Je länger ich hier bin desto weniger Zeit finde ich an dieser Stelle zu schreiben. Das Wetter ist meistens immer fantastisch und so muss ich mich auch jetzt zwingen in der Wohnung zu sitzen und meiner Pflicht nachzukommen. Schließlich wollt ihr wissen, wie es dem Philipp dort oben bei den Wikingern geht.
Vorne weg möchte ich euch gerne von zwei kleinen Begebenheiten erzählen, die mich sehr bestärkt haben. Im Hotel gibt es einen neuen Kollegen, der in der Nachtschicht arbeiten wird. Andy kommt aus England, lebt seit 20 Jahren in Berlin und hat davor mal als Concierge in einem Hotel in London gearbeitet. Er ist den Umgang mit dem Gast gewohnt, nur kennt er sich überhaupt nicht mit dem Computer aus. Mir wurde die Ehre zuteil ihm alles zu erklären. Ich weiß nicht ob ich das gut mache, ihm fällt es immer noch sehr schwer. Fakt ist,dass ich schon nach 2 Monaten in Göteborg jemandem auf schwedisch Fidelio erkläre. Das macht mich super stolz.
Picknick am 30. April
Die andere Begebenheit war ganz kurz und ist nicht mehr als eine Anekdote. Ein Mann kam ins Hotel zu mir an den Tresen. Er fragte mich irgendetwas und ich antwortete. Daraufhin bat er mich bitte langsam mit ihm schwedisch zu sprechen, weil er noch nicht so gut versteht! Sonst bin ich immer in der anderen Position und es hat mich gefreut nun auch mal darum gebeten zu werden, langsam zu sprechen.
Cortège - Fahrzeug aus einem Sofa
Das waren zwei kleine Dinge, die für mich aber Meilensteine sind. Hier merke ich ganz deutlich welche Fortschritte ich mache. Es fällt mir immer leichter zu verstehen und mich auszudrücken. Gestern hatte ich drei Wohnungsbesichtigungen, weil ich Ende Juli aus meiner jetzigen Bleibe ausziehen werde. Ich denke ich habe eine feine kleine Wohnung gefunden, in der es sich 2 Monate aushalten lässt. Sie liegt nicht weit weg vom Zentrum, sodass ich weiterhin mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren kann. Das ist für mich großer Luxus und den genieße ich so richtig.
Cortège - Vierertandem
Die Besichtigungen habe ich gestern komplett auf schwedisch gemanagt, sogar die Telefonate liefen gut. Hier hatte ich bisher immer große Probleme etwas zu verstehen.
In der 19. KW (so rechnen die hier - ich muss immer in den Kalender schauen) habe ich zwei Tage auf eigenen Wunsch im Housekeeping gearbeitet. Housekeeping ist die Abteilung im Hotel, die sich darum kümmert das alles glänzt. Sowohl die Zimmer als auch die öffentlichen Bereichen. Deshalb oft eine unbeliebte Abteilung - wenn man hier arbeiten muss. Ich hatte aber den Wunsch zu schauen wie das Housekeeping im Scandic Rubinen arbeitet. Als Rezeptionist ist es das sehr wichtig, weil das Housekeeping die Abteilung ist, mit der man tagsüber am meisten zu tun hat und man sich immer wieder miteinander abstimmen muss. Weil ich auch mal in Berlin im Housekeeping arbeiten durfte, habe ich natürlich Vergleiche angestellt.
Cortège - Tanz auf einem Wagen
Punkt 8 versammeln sich alle die im Housekeeping arbeiten im Personalraum zum frühstücken und zur anschließenden Morgengymnastik. Um halb 12 gibt es Mittag und um 3 Fika. Die Schweden haben die Ruhe weg und nehmen sich die Zeit sich auszuruhen. Auch wenn das Arbeitspensum der Zimmerfrauen vergleichbar ist, habe ich nie jemanden hetzen sehen. Trotzdem schaffen alle ihre Arbeit. Und wenn es doch mal knapp wird, fassen andere an und beziehen Betten. So auch ich. Im Gegensatz zu Berlin werden die Zimmer im Anschluss nicht auf Reinlichkeit kontrolliert, sondern das liegt in der Verantwortung der Zimmerfrauen. Auch sie stellen das Zimmer selber von dirty auf clean. Nur manchmal werden Stichproben gemacht. Beschwert sich jedoch ein Gast an der Rezeption darüber, dass Staub auf der Fensterbank liegt, so fällt das natürlich auf die Zimmerfrau zurück. Ich bin während der zwei Tage jeweils mit einer der Hausdamen unterwegs gewesen. Unterwegs ist auch das richtige Wort für die Kilometer die man im Hotel zurücklegt. Neben vielen gelaufenen Kilometern habe ich auch viel Zeit im Fahrstuhl und davor beim Warten auf den Fahrstuhl verbracht. Weil die Hausdamen ungefähr in meinem Alter sind, habe ich mich die ganze Zeit fein unterhalten - auf schwedisch!
Das ist mal ein Einblick in die Arbeit gewesen, aber es gibt auch noch so viel anderes zu erzählen. Vor ungefähr einem Monat habe ich einen IELTS-Test gemacht. Ein anerkannter Englischtest, der das eigene Englischlevel certifizieren soll. Der Test selber war super schwer. Drei Stunden lang habe ich geschwitzt, aber letztendlich bin ich wirklich zufrieden. Zwischen good und expert. Das sollte reichen.
das Feuer am 30. April
Eine Kollegin hat den richtigen Ausruck dafür gefunden um das Wochenende zu beschreiben, das ich zwischendurch in Berlin verbracht habe: "intensiv". Schön und anstrengend. Es war schön festzustellen, dass sich schnell eine Sehnsucht nach Schweden eingestellt hat. Ich denke, dass ich bis zum Ende nicht mehr nach Berlin kommen werde. Ich habe jetzt im Augenblick mein Leben hier. 100%ig mit allem was dazu gehört.
Gerade im Augenblick falle ich von einer Gemühtslage in die andere. Letzte Woche ist Dennis wieder nach Deutschland zurückgekehrt. Obwohl er nur 1 Monat in Göteborg war, sind wir schnell gute Freunde geworden. Ich denke wir haben ihm noch einen schönen letzten Tag bereitet, indem wir im Universeum waren, abends mexikanisch gegessen haben und Abschiedslieder in einer Karaokebar gesungen haben. Jetzt ist er weg. Dafür sind andere Freunde hinzugekommen. Ich wünsche mir jedoch ab und zu mal einen Kerl hier, mit dem man reden kann. Manchmal ist man nämlich ein Idiot ist und dann läuft alles gegen die Wand.
Aber die meiste Zeit bin ich gut gelaunt, weil es einfach viel Spaß macht in Göteborg zu sein und weil ich hier so fantastische Menschen kennenlernen darf.
im Universeum
Besonders großen Spaß hatten wir alle am 30. April. Weil am nächsten Tag Feiertag war, befand sich ganz Göteborg in Feierstimmung. Es gab einen Umzug von Chalmers - der größten Universität hier in Göteborg. Ähnlich wie ein Karnevalsumzug fuhren ca. 60 Wagen durch die Innenstadt. Alle hatten einen aktuellen Bezug. Wir haben nicht alles verstanden, aber alles war so lustig und es gab es soviel zu sehen. Anschließend sind wir aufgebrochen uns das Feuer im Slottskogen anzusehen. Wir waren etwas spät und haben nur noch die Reste brennen sehen. Aber es gab so viele Menschen im Slottskogen. Ein Park, der ungefähr vergleichbar ist mit dem Tierpark oder dem Kölner Stadtwald (-;! Es spielte eine Band und alle Menschen saßen, grillten und tranken Bier. Wir sind dann noch weiter in eine Bar und wollten in einen Club, sind dann aber in ein Cafe (Cafe Tintin). Insgesamt sind wir sehr viel gelaufen und inzwischen habe ich auch einen aufgeweckten Menschen getroffen, der mit mir Leidenschaft des prominieren teilt. (-;
Ich - ganz stolz in einem schwedischen Polizeiauto
Im Sommer werde ich, wenn alles klappt wieder mal als Volunteer arbeiten. (Meine Chefin weiß noch nichts davon!) Chrissi, die in Göteborg als Au-Pair arbeitet und mit der ich in letzter Zeit viel unternommen habe, hat mich darauf gebracht. An der Westküste Schwedens findet die U21 Fußballeuropameisterschaft statt. Und ich kann Teil dessen werden. Letzte Woche bin ich spontan zu einem Gruppeninterview gegangen. Es war auf schwedisch und ich habe alles verstanden. Ich weiß noch nicht wann und wo ich eingesetzt werde, aber ich bin wohl mit dabei. Nächsten Montag gibt es eine Führung durch das Gamla Ullevi, das ortsansäßige Stadion. Das wird bestimmt super.
Zum Schluss zur Auflösung der Überschrift. Gestern war ich im Stadtmuseum mit Meike. Hauptsächlich ging es um die Stadtgeschichte Göteborgs. Es gab aber auch einen Teil über die frühe Besiedelung Schwedens und die Wikinger. Wir haben festgestellt, dass das emanzipierte und kultivierte Schweden seine Wurzeln in der Wikingerzeit hat. Ja, die Wikinger waren nicht nur Typen mit Bärten die alkoholhaltige Flüssigkeiten aus Hörnern tranken und zur See fuhren. Die Wikinger hatten eigene Münzen und erste demokratische Formen in ihrer Stadtverwaltung und darüberhinaus hatten Frauen schon richtig viele Rechte. Trotz dieser überraschenden Neuigkeiten, zumindest für mich, war es nicht das spannendste Museum. Aber zu zweit hatten wie trotzdem viel Spaß. Und das Delphinherzkaugummi und der betrunkenen Steinzeitmensch beruhen auf einer Fehlübersetzung meinerseits vom Schwedischen ins Deutsche. Das Delphinkerzkaugummi ist in Wahrheit ein Kaugummi aus Harz, das wohl mal ein Steizeitmensch gekaut haben soll und der betrunkene Steinzeitmensch ist eigentlich ertrunken.
Har det bra
P.S. Letzte Woche war Fares Fares in unserem Hotel. Er hat in meinem schwedischen Lieblingsfilm "Kopps" mitgespielt. Und der stumme mit dem Afro ist auf einem Fahrrad an mir vorbeigefahren. Naja, die meisten kennen den Film eh nicht. Müsst ihr euch mal anschauen - zu lustig.
diesmal hat es etwas länger gedauert. Je länger ich hier bin desto weniger Zeit finde ich an dieser Stelle zu schreiben. Das Wetter ist meistens immer fantastisch und so muss ich mich auch jetzt zwingen in der Wohnung zu sitzen und meiner Pflicht nachzukommen. Schließlich wollt ihr wissen, wie es dem Philipp dort oben bei den Wikingern geht.
Vorne weg möchte ich euch gerne von zwei kleinen Begebenheiten erzählen, die mich sehr bestärkt haben. Im Hotel gibt es einen neuen Kollegen, der in der Nachtschicht arbeiten wird. Andy kommt aus England, lebt seit 20 Jahren in Berlin und hat davor mal als Concierge in einem Hotel in London gearbeitet. Er ist den Umgang mit dem Gast gewohnt, nur kennt er sich überhaupt nicht mit dem Computer aus. Mir wurde die Ehre zuteil ihm alles zu erklären. Ich weiß nicht ob ich das gut mache, ihm fällt es immer noch sehr schwer. Fakt ist,dass ich schon nach 2 Monaten in Göteborg jemandem auf schwedisch Fidelio erkläre. Das macht mich super stolz.
Die andere Begebenheit war ganz kurz und ist nicht mehr als eine Anekdote. Ein Mann kam ins Hotel zu mir an den Tresen. Er fragte mich irgendetwas und ich antwortete. Daraufhin bat er mich bitte langsam mit ihm schwedisch zu sprechen, weil er noch nicht so gut versteht! Sonst bin ich immer in der anderen Position und es hat mich gefreut nun auch mal darum gebeten zu werden, langsam zu sprechen.
Das waren zwei kleine Dinge, die für mich aber Meilensteine sind. Hier merke ich ganz deutlich welche Fortschritte ich mache. Es fällt mir immer leichter zu verstehen und mich auszudrücken. Gestern hatte ich drei Wohnungsbesichtigungen, weil ich Ende Juli aus meiner jetzigen Bleibe ausziehen werde. Ich denke ich habe eine feine kleine Wohnung gefunden, in der es sich 2 Monate aushalten lässt. Sie liegt nicht weit weg vom Zentrum, sodass ich weiterhin mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren kann. Das ist für mich großer Luxus und den genieße ich so richtig.
Die Besichtigungen habe ich gestern komplett auf schwedisch gemanagt, sogar die Telefonate liefen gut. Hier hatte ich bisher immer große Probleme etwas zu verstehen.
In der 19. KW (so rechnen die hier - ich muss immer in den Kalender schauen) habe ich zwei Tage auf eigenen Wunsch im Housekeeping gearbeitet. Housekeeping ist die Abteilung im Hotel, die sich darum kümmert das alles glänzt. Sowohl die Zimmer als auch die öffentlichen Bereichen. Deshalb oft eine unbeliebte Abteilung - wenn man hier arbeiten muss. Ich hatte aber den Wunsch zu schauen wie das Housekeeping im Scandic Rubinen arbeitet. Als Rezeptionist ist es das sehr wichtig, weil das Housekeeping die Abteilung ist, mit der man tagsüber am meisten zu tun hat und man sich immer wieder miteinander abstimmen muss. Weil ich auch mal in Berlin im Housekeeping arbeiten durfte, habe ich natürlich Vergleiche angestellt.
Punkt 8 versammeln sich alle die im Housekeeping arbeiten im Personalraum zum frühstücken und zur anschließenden Morgengymnastik. Um halb 12 gibt es Mittag und um 3 Fika. Die Schweden haben die Ruhe weg und nehmen sich die Zeit sich auszuruhen. Auch wenn das Arbeitspensum der Zimmerfrauen vergleichbar ist, habe ich nie jemanden hetzen sehen. Trotzdem schaffen alle ihre Arbeit. Und wenn es doch mal knapp wird, fassen andere an und beziehen Betten. So auch ich. Im Gegensatz zu Berlin werden die Zimmer im Anschluss nicht auf Reinlichkeit kontrolliert, sondern das liegt in der Verantwortung der Zimmerfrauen. Auch sie stellen das Zimmer selber von dirty auf clean. Nur manchmal werden Stichproben gemacht. Beschwert sich jedoch ein Gast an der Rezeption darüber, dass Staub auf der Fensterbank liegt, so fällt das natürlich auf die Zimmerfrau zurück. Ich bin während der zwei Tage jeweils mit einer der Hausdamen unterwegs gewesen. Unterwegs ist auch das richtige Wort für die Kilometer die man im Hotel zurücklegt. Neben vielen gelaufenen Kilometern habe ich auch viel Zeit im Fahrstuhl und davor beim Warten auf den Fahrstuhl verbracht. Weil die Hausdamen ungefähr in meinem Alter sind, habe ich mich die ganze Zeit fein unterhalten - auf schwedisch!
Das ist mal ein Einblick in die Arbeit gewesen, aber es gibt auch noch so viel anderes zu erzählen. Vor ungefähr einem Monat habe ich einen IELTS-Test gemacht. Ein anerkannter Englischtest, der das eigene Englischlevel certifizieren soll. Der Test selber war super schwer. Drei Stunden lang habe ich geschwitzt, aber letztendlich bin ich wirklich zufrieden. Zwischen good und expert. Das sollte reichen.
Eine Kollegin hat den richtigen Ausruck dafür gefunden um das Wochenende zu beschreiben, das ich zwischendurch in Berlin verbracht habe: "intensiv". Schön und anstrengend. Es war schön festzustellen, dass sich schnell eine Sehnsucht nach Schweden eingestellt hat. Ich denke, dass ich bis zum Ende nicht mehr nach Berlin kommen werde. Ich habe jetzt im Augenblick mein Leben hier. 100%ig mit allem was dazu gehört.
Gerade im Augenblick falle ich von einer Gemühtslage in die andere. Letzte Woche ist Dennis wieder nach Deutschland zurückgekehrt. Obwohl er nur 1 Monat in Göteborg war, sind wir schnell gute Freunde geworden. Ich denke wir haben ihm noch einen schönen letzten Tag bereitet, indem wir im Universeum waren, abends mexikanisch gegessen haben und Abschiedslieder in einer Karaokebar gesungen haben. Jetzt ist er weg. Dafür sind andere Freunde hinzugekommen. Ich wünsche mir jedoch ab und zu mal einen Kerl hier, mit dem man reden kann. Manchmal ist man nämlich ein Idiot ist und dann läuft alles gegen die Wand.
Aber die meiste Zeit bin ich gut gelaunt, weil es einfach viel Spaß macht in Göteborg zu sein und weil ich hier so fantastische Menschen kennenlernen darf.
Besonders großen Spaß hatten wir alle am 30. April. Weil am nächsten Tag Feiertag war, befand sich ganz Göteborg in Feierstimmung. Es gab einen Umzug von Chalmers - der größten Universität hier in Göteborg. Ähnlich wie ein Karnevalsumzug fuhren ca. 60 Wagen durch die Innenstadt. Alle hatten einen aktuellen Bezug. Wir haben nicht alles verstanden, aber alles war so lustig und es gab es soviel zu sehen. Anschließend sind wir aufgebrochen uns das Feuer im Slottskogen anzusehen. Wir waren etwas spät und haben nur noch die Reste brennen sehen. Aber es gab so viele Menschen im Slottskogen. Ein Park, der ungefähr vergleichbar ist mit dem Tierpark oder dem Kölner Stadtwald (-;! Es spielte eine Band und alle Menschen saßen, grillten und tranken Bier. Wir sind dann noch weiter in eine Bar und wollten in einen Club, sind dann aber in ein Cafe (Cafe Tintin). Insgesamt sind wir sehr viel gelaufen und inzwischen habe ich auch einen aufgeweckten Menschen getroffen, der mit mir Leidenschaft des prominieren teilt. (-;
Im Sommer werde ich, wenn alles klappt wieder mal als Volunteer arbeiten. (Meine Chefin weiß noch nichts davon!) Chrissi, die in Göteborg als Au-Pair arbeitet und mit der ich in letzter Zeit viel unternommen habe, hat mich darauf gebracht. An der Westküste Schwedens findet die U21 Fußballeuropameisterschaft statt. Und ich kann Teil dessen werden. Letzte Woche bin ich spontan zu einem Gruppeninterview gegangen. Es war auf schwedisch und ich habe alles verstanden. Ich weiß noch nicht wann und wo ich eingesetzt werde, aber ich bin wohl mit dabei. Nächsten Montag gibt es eine Führung durch das Gamla Ullevi, das ortsansäßige Stadion. Das wird bestimmt super.
Zum Schluss zur Auflösung der Überschrift. Gestern war ich im Stadtmuseum mit Meike. Hauptsächlich ging es um die Stadtgeschichte Göteborgs. Es gab aber auch einen Teil über die frühe Besiedelung Schwedens und die Wikinger. Wir haben festgestellt, dass das emanzipierte und kultivierte Schweden seine Wurzeln in der Wikingerzeit hat. Ja, die Wikinger waren nicht nur Typen mit Bärten die alkoholhaltige Flüssigkeiten aus Hörnern tranken und zur See fuhren. Die Wikinger hatten eigene Münzen und erste demokratische Formen in ihrer Stadtverwaltung und darüberhinaus hatten Frauen schon richtig viele Rechte. Trotz dieser überraschenden Neuigkeiten, zumindest für mich, war es nicht das spannendste Museum. Aber zu zweit hatten wie trotzdem viel Spaß. Und das Delphinherzkaugummi und der betrunkenen Steinzeitmensch beruhen auf einer Fehlübersetzung meinerseits vom Schwedischen ins Deutsche. Das Delphinkerzkaugummi ist in Wahrheit ein Kaugummi aus Harz, das wohl mal ein Steizeitmensch gekaut haben soll und der betrunkene Steinzeitmensch ist eigentlich ertrunken.
Har det bra
P.S. Letzte Woche war Fares Fares in unserem Hotel. Er hat in meinem schwedischen Lieblingsfilm "Kopps" mitgespielt. Und der stumme mit dem Afro ist auf einem Fahrrad an mir vorbeigefahren. Naja, die meisten kennen den Film eh nicht. Müsst ihr euch mal anschauen - zu lustig.